Lauterbach - Der neugewählte Landrat des Vogelsbergkreises Manfred Görig traf sich zu einem ersten informellen Gespräch mit dem Vorstand des Jagdvereins Alsfeld  und dem Vorsitzenden der Lauterbacher Jägerschaft Hans-Ullrich Weidner.


Der Alsfelder Jagdvereinsvorsitzende Mario Döweling gratulierte Görig im Namen der Vogelsberger Jäger zum Amtsantritt und wünschte viel Erfolg und eine glückliche Hand. Unterstützt vom Vizepräsidenten des Landesjagdverbandes  und  Jagdbeiratsvorsitzenden des Vogelsbergkreises Adolf Tausch diskutierte die Expertenrunde aktuelle jagdpolitische Themen, wie die Erhebung von Jagdsteuer, das novellierte Hessische Jagdgesetz sowie jagd- und waffenrechtliche Fragen.


Breiten Raum nahm die Erörterung der Forderungen des neuen Waffengesetzes im Hinblick auf die Zuverlässigkeitsprüfung und die Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes für Inhaber von Waffen- und Jagdscheinen ein.


Wie Vorstandsmitglied Arno Eifert betonte, wird die Gebühreneinzugspraxis der Unteren Jagdbehörde und der Waffenbehörde des Vogelsbergkreises von den Jägern kritisch gesehen. „Es ist der Jägerschaft schwer zu vermitteln, dass eine turnusmäßige Doppelprüfung erfolge und derzeit nicht auszuschließen ist, dass die Betroffenen zweimal zur Kasse gebeten werden“. Landrat Görig wies daraufhin, dass nach geltender Gesetzeslage, die Inhaber von waffenrechtlichen Erlaubnissen alle drei Jahre einer Zuverlässigkeitsprüfung zu unterziehen sind. Es handelt sich, so Görig, „um eigenständige Rechtskreise: beim Jagdschein wird nur das Bundeszentralregister abgeprüft, während nach dem Waffenrecht noch eine polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Verfahrensprüfung erfolgt. Es gilt der Grundsatz der Einnahmebeschaffung, wir bewegen uns mit etwa 25 Euro am unteren Ende des Gebührenrahmens, bei über 3000  Einzelprüfungen im Vogelsbergkreis“. „Wir hoffen“, resümierte  Jägerchef Döweling, „die  noch ausstehende Verwaltungskostenverordnung  bringt hier die notwendige  Klärung, bis dahin werden wir auf landespolitischer Ebene aktiv“.  


Landrat Görig, selbst passionierter Jäger, zeigte sich erfreut über den erfrischenden Dialog und will die Vertreter der Jägerschaft künftig jährlich zu einem “runden Tisch“ einladen.