Den meisten sind sie bekannt, die kleinen und großen Probleme die Waschbären, Marder und Co in Wohngebieten durchaus verursachen können. Da jedoch in diesen befriedeten Bezirken, die auch nicht zu den Eigen- und Gemeinschaftsjagdbezirken zählen, der "Hahn ruht", also die Jagd mit der Flinte oder Büchse nicht zulässig ist, gibt es ein weiteres Problem – der Jagdausübungsberechtigte und –pächter darf nicht so ohne weiteres aktiv werden. Gefragt ist daher eine andere Lösung. Diese besteht durchaus in der Anwendung der Fallenjagd, die ausgebildete Personen ausüben dürfen.

 

Die Jägervereinigung Lauterbach hat daher vor kurzem, nach den Vorgaben des Landesjagdverband Hessen, unter Leitung von Lothar Dymianiw erneut ein Fallenlehrgang durchgeführt. Unter den rund 30 Teilnehmern, die sich angemeldet hatten, waren natürlich auch die Teilnehmer des aktuellen Jungjägerkurses. Bei den beiden theoretischen Ausbildungsabenden informierte Dymianiw über die umfangreichen rechtlichen Grundlagen, die notwendig sind Fallenjagd zu betreiben und die es auch Haus- und Grundstückseigentümer gestatten Raubwild mittels Fallen habhaft zu werden. Diese kann, so wurde es den Teilnehmern mit ihren zahlreichen Einzelproblemen schnell deutlich, unter Umständen aufgrund der im Vorfeld erforderlichen Vorbereitungen und während der aktiven Fallen-Fangzeit durchaus sehr zeitintensiv sein. Natürlich wurden allen die zulässigen Fallen, die eingesetzt werden dürfen, an einem Sonntagmorgen in Köddingen praktisch durch den Berufsjäger Rainer Schneider vorgestellt und deren Einsatz demonstriert.

Am Ende zogen alle ein durchweg positives Resümee. Interessierte dürfen daher davon ausgehen, dass zukünftig von der Jägervereinigung Lauterbach weitere Fallenlehrgänge angeboten werden. (Karlo Jörg)