Lauterbach - Der Landrat des Vogelsbergkreises Manfred Görig traf sich kürzlich zum traditionellen Jahresgespräch mit den Vorständen des Jagdvereins Alsfeld  und der Lauterbacher Jägerschaft. Die Expertenrunde diskutierte aktuelle jagdpolitische Themen, wie die Erhebung von Jagdsteuer, die Hundesteuerbefreiung für Jagdgebrauchshunde sowie jagd- und waffenrechtliche Fragen.

 

Breiten Raum nahm die Erörterung der Forderungen des neuen Waffengesetzes im Hinblick auf die Zuverlässigkeitsprüfung und die Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes für Inhaber von Waffen- und Jagdscheinen ein.

Landrat Görig wies daraufhin, dass nach geltender Gesetzeslage, die Inhaber von waffenrechtlichen Erlaubnissen alle drei Jahre einer Zuverlässigkeitsprüfung zu unterziehen sind. “Wir bewegen uns mit 30 Euro am unteren Ende des Gebührenrahmens, bei über 3000  Einzelprüfungen im Vogelsbergkreis“. Die waffenrechtliche Zuverlässigkeit muss unbedingt gegeben sein, die Vorschriften sind strikt einzuhalten. “Da haben wir keinen Schuss frei“, so der Appell des Landrats. Den Einsatz von Schalldämpfern im Ausnahmefall, ergänzend zum Gehörschutz, sieht Görig im Vogelsbergkreis eher restriktiv. Hier erfolgt derzeit eine Abklärung im Bundesinnenministerium. Erfreut zeigten sich die Vertreter der Jägerschaft, dass die Befreiung von der Trichinengebühr bei Frischlingen bis 20 Kilogramm im Vogelsbergkreis auch zukünftig Bestand haben soll. Weiterhin stand das Thema „Windkraft im Wald“ auf der Agenda. Lebhaft diskutiert wurden die Auswirkungen auf  Umwelt, Natur und Jagdbetrieb.

Landrat Görig, selbst passionierter Jäger, zeigte sich erfreut über den erfrischenden Dialog und will die Jägervertretung auch künftig zu einem “runden Tisch“ einladen.