Alsfeld - Zu Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Jagdvereins Alsfeld begrüßte 1. Vorsitzender Mario Döweling  besonders  den Präsidenten des Landesjagdverbandes, Prof. Jürgen Ellenberger, den 1.Vorsitzenden der Jägervereinigung Lauterbach, Ulli Weidner, Kreisjagdberater Adolf Tausch, den Vorsitzenden des Kreisverbandes der Jagdgenossenschaften.

Steffen Schäfer, den 1. Vorsitzenden der Jägervereinigung Oberhessen, Helmut Nickel sowie Stadtrat Mathias Köhl.. Die Jagdhornbläser umrahmten die Veranstaltung musikalisch. In seinem Grußwort ging LJV Präsident Prof. Ellenberger, der seine jagdliche Heimat im JV Alsfeld hat, auf die aktuelle jagdpolitische Situation ein: “Wir Jäger zeigen gegenüber der Politik Flagge, wir sind keine Meckerer sondern positiv denkende und handelnde Akteure für Wild und Natur“.

Danach trug  Döweling seinen Jahresbericht vor und ging auf die vielfältigen Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres ein. Die Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit sowie die Jungjägerausbildung wurden intensiviert. Fragen und Abstimmungstermine  rund um die geplante Fusionierung mit der Jägervereinigung Lauterbach standen und stehen im Vordergrund. „Wir konzipieren eine gemeinsame Satzung, räumen Steine aus dem Weg und stellen die Weichen für die gemeinsame Zukunft  ab 2019“  so Döweling.

Zusammen mit der Jägervereinigung Lauterbach wurde ein Infostand auf der Messe „Jagen, Reiten, Fischen und Offroad“ in Alsfeld gestaltet. Die Vogelsberger Jägerschaft widmete sich mit besonderer Aufmerksamkeit, wie der Vorsitzende betonte, der intensiven Schwarzwildbejagung, der Aufklärung der Verkehrsteilnehmer zur Vermeidung von Wildunfällen und der Kitzrettung. Gedankt wurde Otto Ling für den gut vorbereiteten Jahresausflug 2017,  der nach Thüringen führte. Bei einem „Runden Tisch“ der Vogelsberger Jagdvereine mit Landrat Manfred Görig wurden die Themenkomplexe  Waschbär und Wolf sowie die Waffenkontrolle und Jagdsteuer angesprochen. Anschließend bekamen die Jungjäger des Kurses 20127/2018 ihre Jägerbriefe überreicht. Der 2. Vorsitzende Arno Eifert berichtet, dass die Prüfungen für das „Grüne Abitur“ in einem neuen Modus stattfinden, dabei wird besonders auf die Sicherheitsbestimmungen und die revierpraktischen Fähigkeiten geachtet.

Gebrauchshundeobmann Manfred Schlosser erstattete Bericht über das vergangene Jagdjahr. Zusammen mit dem JV Lauterbach und der JGV Mittelhessen wurde ein Jagdhundeführerlehrgang und ein sogenannter „Hundeführerschein“ im Vogelsberg angeboten. Im vergangenen Frühjahr fand eine Verbandsjugendprüfung und im Herbst eine Brauchbarkeitsprüfung statt. Schlosser appellierte an die Jungjäger verstärkt an den Hundeprüfungen teil zu nehmen.

Schießobmann Werner Scharmann teilte mit, dass in 2017 sieben Schießen auf dem Schießstand in Lauterbach stattfanden. Bei den Schießen wurden von den Teilnehmern 12 Schießnadeln Flinte und 16  Schießnadeln Büchse erworben. Er forderte die Mitglieder auf, ihre Schießfertigkeiten anlässlich von Übungsschießen weiter zu trainieren und den Schießnachweis für die staatlichen Gemeinschaftsjagden zu erwerben. Schatzmeister Prof. W. Robert Müller zog in seinem  Kassenbericht Bilanz: „im abgelaufenen Geschäftsjahr  konnten  wir einen kleinen Überschuss  erzielen“. Müller regte einen landesweiten Austausch über Praxiserfahrungen der Vereine in Sachen Datenschutz an. Rechnungsprüfer Hubert Pfeffer dankte Prof. Müller für die vorbildliche Kassenführung und bat um Entlastung von Schatzmeister und Vorstand. Dies wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen. Für den ausscheidenden Pfeffer wurde als neuer 2.Kassenprüfer wurde Rolf Bender gewählt.

Anschließend wurden folgende langjährige Mitglieder geehrt:

für 25 Jahre: Dieter Geisel, Alfred Lerch. Martin Lünne, Theo Weber,

für 40 Jahre: Reinhard Burg, Hans-Jürgen Liehr, Helmut Schaaf, Hans Schäfer,

für 60 Jahre: Wilhelm Geisel, Bernhard Schenk zu Schweinsberg.


Der Oberhessische Jagdvereinsvorsitzende Helmut Nickel referierte über aktuelle jagdpolitische Herausforderungen in Hessen. „Die Regierungsparteien in Hessen setzen die EU-Verordnung „Invasive Arten“ unzureichend um. Der Waschbär hat Schonzeit. Staupe und Räude grassieren. Seuchenvermeidung ist wichtig. Wir Jäger müssen politischen Druck aufbauen“, so Nickel.