Alsfeld - Zu Beginn der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Jagdvereins Alsfeld begrüßte 1. Vorsitzender Mario Döweling besonders den Präsidenten des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Prof. Jürgen Ellenberger, und den Vizechef der Jägervereinigung Lauterbach Horst Ludwig sowie den Kreisjadberater Adolf Tausch.

Die Jagdhornbläser umrahmten die Veranstaltung musikalisch. Landtagsabgeordneter Michael Ruhl richtete ein Grußwort an die Teilnehmer und sagte der Jägerschaft ein „offenes Ohr“ für ihre Anliegen zu. Prof. Ellenberger referierte bei seinem Alsfelder „Heimatverein“ über aktuelle jagdpolitische Fragen. Eine  Evaluierung des Jagdrechts dürfe nicht zum „Spielball“  regierender Parteien werden. Danach trug  Döweling seinen Jahresbericht vor und ging auf die vielfältigen Vereinsaktivitäten des vergangenen Jahres ein. Fragen und Abstimmungstermine  rund um die geplante Fusionierung mit der Jägervereinigung Lauterbach standen und stehen im Vordergrund. „Wir hatten mit Satzungsproblemen zu kämpfen, mussten viele Steine aus dem Weg räumen und stellen die Weichen nun für die gemeinsame Zukunft  ab 2020“  so Döweling. Zusammen mit der Jägervereinigung Lauterbach wurde ein Infostand auf der Messe „Jagen, Reiten, Fischen und Offroad“ in Alsfeld gestaltet. Die Vogelsberger Jäger sehen die  neue Schalenwildrichtlinie und den Wolf  als Neuankömmling kritisch. Die heimische Jägerschaft widmete sich mit besonderer Aufmerksamkeit, wie der Vorsitzende betonte, der intensiven Schwarzwildbejagung und der Aktion Kitzrettung. Gedankt wurde Otto Ling für den gut vorbereiteten Jahresausflug. Der 2. Vorsitzende Arno Eifert berichtete, dass die Vogelsberger Jägerprüfungsteilnehmer beim  „Grünen Abitur“ gut abgeschnitten hätten. „Die Prüflinge und somit die Jägerschaft sind jünger und weiblicher geworden“, so Eifert. Es soll geprüft werden, ob die Ausbildung künftig in einem  halbjährigen Kurs optimiert werden kann. Der ehemalige Vorsitzende des Jägerprüfungsausschusses, Wilfried Graf wird ab dem Jahr 2020 für den oder die Prüfungsbeste einen Wanderpokal stiften.

Gebrauchshundeobmann Manfred Schlosser erstattete Bericht über das vergangene Jagdjahr. Zusammen mit dem JV Lauterbach und der JGV Mittelhessen soll ein kleiner Jagdhundeführerlehrgang angeboten werden. Schlosser appellierte an die Jungjäger verstärkt an den Hundeprüfungen teil zu nehmen.

Schießobmann Werner Scharmann teilte mit, dass in 2018 mehrere Schießen auf dem Schießstand in Lauterbach stattfanden. Bei den Schießen wurden von den Teilnehmern 9 Schießnadeln Flinte und 17 Schießnadeln Büchse erworben. Er forderte die Mitglieder auf, ihre Schießfertigkeiten anlässlich von Übungsschießen weiter zu trainieren und den Schießnachweis für die staatlichen Gemeinschaftsjagden zu erwerben. Schatzmeister Prof. W. Robert Müller zog in seinem  Kassenbericht Bilanz: „im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten wir einen kleine Unterdeckung verbuchen“. Müller regte eine Beitragserhöhung an, die nach reger Diskussion einstimmig beschlossen wurde. Rechnungsprüfer Christoph Lanz dankte Prof. Müller für die vorbildliche Kassenführung und bat um Entlastung von Schatzmeister und Vorstand. Dies wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen. Als neue Kassenprüfer wurden Rolf Bender  und Konstatin Breitenstein gewählt.

Die Neuwahl des Vorstands brachte folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender Mario Döweling
2.Vorsitzender Arno Eifert
3. Geschäftsführerin Anette Merle
4. Schatzmeister Prof. W. Robert Müller
5. Schießobmann Werner Scharman
6. Hundeobmann Manfred Schlosser
7. Presseobmann Jochen Stradal
8. Beisitzer Forsten Hermann Wilhelm
9. Beisitzer Landwirtschaft Robert Kasper
10. Beisitzer Naturschutz und Recht Adolf Tausch

Anschließend wurden folgende langjährigen Mitglieder geehrt: für 25 Jahre Konstatin Breitenstein, Bernd Wettlaufer, Günter Fink, Fred Haschler und Ursula Raatz, für 50 Jahre: Hubert Döweling und Adolf Tausch, für 60 Jahre: Raban Schenk zu Schweinsberg, Hermann Spohr und Walter Korell.

Der neugewählte Vorstand des JV Alsfeld stellt sich zum Gruppenbild