Alsfeld. Am 30.10.2021 fand im Gasthaus Graulich in Rainrod die diesjährige Jahreshauptversammlung des Alsfelder Jagdvereins e.V. statt. Anders als üblich, wurde die Versammlung zu Beginn aus Corona-Schutz-Gründen nicht mit traditionellen Hörnersignalen eingeleitet. Nach den Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden Mario Döweling wurden die verstorbenen Jagdkameradinnen und Jagdkameraden mit einer Gedenkminute geehrt und die Berichte der Vorstandsmitglieder folgten.

Der Vorsitzende berichtete von den Schwierigkeiten, das Vereinsleben während der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten. So musste unter anderem der jährliche Vereinsausflug in den letzten beiden Jahren ausfallen, auch das Übungsschießen konnte nur eingeschränkt und unter Hygieneauflagen stattfinden. Auch die Hundeausbildung und -prüfung fand 2021 nicht statt, wie Hundeobmann Manfred Schlosser erläuterte. Nun gehe aber der Blick nach vorne, 2022 werde es definitiv einen Ausflug geben, berichtete Mario Döweling. Auch die Jagdmesse sei für März 2022 terminiert, hier werde man mit einem neu gestalteten Informationsstand präsent sein. Döweling berichtete auch von den Streckenergebnissen im Vogelsbergkreis. Bei der Schwarzwildbejagung komme die Jägerschaft trotz coronabedingter Ausfälle von Drückjagden ihrem gesellschaftlichen Auftrag nach und habe den Bestand inzwischen merklich reduziert, auch wenn das lokal sehr unterschiedlich sei im Kreisgebiet. Es gelte weiterhin, die Wildschäden im Rahmen zu halten und den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Dafür sei ein reduzierter Bestand eine wesentliche Voraussetzung. Bezüglich der Situation im Wald sei man sich der Aufgabe bewusst, über Schwerpunktbejagung auf den neu aufzuforstenden Kalamitätsflächen den Bestand an Reh- und Rotwild zu reduzieren. Allerdings müsse dies mit Augenmaß geschehen, da die angrenzenden Feldreviere auch häufig vom Wald „lebten“, aus den das Wild austrete und die Abschussquoten auch so angelegt sein müssten, das die Erfüllung auch möglich sei.

Erfreulichere Nachrichten gab es dagegen von Schatzmeister Prof. Müller, der aufgrund der stabilen finanziellen Lage des Vereins und einer Förderung der öffentlichen Hand, 2 Drohnen für den Verein erwerben konnte, die zukünftig besonders für die Kitzrettung eingesetzt werden sollen. Hierfür soll in den Hegegemeinschaften für Interessierte geworben werden, die sich bereit erklären würden, den Führerschein für diese Flugobjekte zu erlangen.

Die Jungjägerausbildung stand indes 2019/2020 unter keinem guten Stern. Hier berichtete der 2. Vorsitzende Arno Eifert zwar von einem konstant großen Teilnehmerfeld, die Quote der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen sei dagegen eher schlechter gewesen als in den Jahren zuvor. Seiner Meinung nach spielte auch hier die Pandemie eine große Rolle.

Da im Jahr 2019, Corona bedingt, keine Jahreshauptversammlung stattfinden konnte, wurde der Vorstand im Anschluss sowohl für das Geschäftsjahr 2019, als auch für das Geschäftsjahr 2020 einstimmig entlastet.

Zum Ende der Versammlung fanden noch die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft statt. Anwesende Geehrte waren: Mario Döweling (25 Jahre Mitgliedschaft), Kurt Otto und Walter Diebel (40 Jahre Mitgliedschaft) und Heinz J. Greiner (60 Jahre Mitgliedschaft).